Gesichtsästhetik

Gesichtsästhetik

Die Gesichtsästhetik ist der allgemeine Begriff für alle chirurgischen oder nicht-chirurgischen Eingriffe, die von einem plastischen Chirurgen durchgeführt werden, um Falten, Erschlaffung, Volumenverlust, Asymmetrien oder strukturelle Disproportionen im Gesichtsbereich zu behandeln. Auch die Halsregion wird im Rahmen der Gesichtsästhetik bewertet. Die Gesichtsästhetik verfolgt zwei Hauptziele: ein jüngeres und strafferes Aussehen zu erreichen oder angeborene bzw. später entstandene strukturelle Probleme zu korrigieren.

Chirurgische Methoden der Gesichtsästhetik

Facelift / Rhytidektomie (Gesichtsstraffung)

Ein Facelift ist die umfassendste chirurgische Methode der Gesichtsästhetik, die angewendet wird, um altersbedingte Erschlaffungen und überschüssige Haut im Gesichts- und Halsbereich zu beseitigen. Dieser Eingriff wird in der Regel Patienten über 45 Jahren empfohlen. Dabei beginnt der Schnitt vor dem Ohr und erstreckt sich bis in die behaarte Kopfhaut; die tiefe Muskel- und Gewebeschicht des Gesichts (SMAS) wird neu positioniert, und überschüssige Haut wird entfernt, um ein natürliches und dauerhaft jugendliches Aussehen zu erzielen. Die Operation dauert unter Allgemeinanästhesie 3–5 Stunden. Die durchschnittliche Genesungszeit beträgt 2–3 Wochen; das vollständige Ergebnis zeigt sich nach 3–6 Monaten. Die Wirkung bleibt 7–10 Jahre bestehen.

Nasenkorrektur (Rhinoplastik)

Die Nase befindet sich im Zentrum des Gesichts und beeinflusst das gesamte Gesichtshöcker- und Balance-Verhältnis direkt. Die Rhinoplastik löst sowohl ästhetische als auch funktionelle Probleme wie einen Höcker auf dem Nasenrücken, eine breite Nasenspitze, Asymmetrien, Verkrümmungen oder Atembeschwerden. Mit modernsten 3D-Simulationssystemen kann dem Patienten das erwartete postoperative Ergebnis bereits vor der Operation visuell dargestellt werden.

Ohrenkorrektur (Otoplastik)

Dies ist das Verfahren, um abstehende Ohren (auch als Segelohren bekannt) näher an den Kopf anzulegen. Diese Operation, die bereits ab dem Kindesalter durchgeführt werden kann, erfolgt durch Knorpelformungstechniken. Hinter dem Ohr entsteht eine feine Narbe, die nicht dauerhaft sichtbar bleibt, sondern mit der Zeit verblasst.

Stirnlift / Augenbrauenlift

Dieser Eingriff wird durchgeführt, um tiefe Falten im Stirnbereich zu glätten und herabhängende Augenbrauen anzuheben. Er kann mit einer offenen oder endoskopischen Technik (kameragestützt, mit kleineren Schnitten) durchgeführt werden. Bei der endoskopischen Methode hinterlassen die kleinen Schnitte innerhalb der behaarten Kopfhaut fast keine sichtbaren Narben im Gesicht.

Augenlidkorrektur (Blepharoplastik)

Diese Operation korrigiert überschüssige Haut, Fettsäcke und Erschlaffungen an den Ober- oder Unterlidern. Wenn das Erschlaffen des Oberlids so weit fortschreitet, dass es das Sichtfeld einschränkt, ist der Eingriff auch funktionell notwendig. Die Narbe wird in den natürlichen Hautfalten verborgen und verblasst mit der Zeit weitgehend. Das Verfahren kann in derselben Sitzung mit einem Facelift kombiniert werden.

Wangen- und Kinnästhetik (Implantate / Genioplastik)

Zur Betonung der Wangenknochen oder zur Vor- bzw. Rückverlagerung der Kinnspitze werden Silikonimplantate oder Methoden der Knochenformung (Genioplastik) eingesetzt. Diese Verfahren verleihen den Gesichtszügen Volumen sowie Symmetrie und können mit anderen gesichtsästhetischen Operationen kombiniert werden.

Halsstraffung (Halslift)

Diese Operation wird bei Hauterschlaffung, Faltenbändern und dem sogenannten „Doppelkinn“-Problem im Halsbereich angewendet. Sie wird häufig gleichzeitig mit einer Gesichtsstraffung geplant. Durch die Neuanordnung der Halsmuskulatur (Platysma) wird ein definiertes und jugendliches Kinn-Hals-Profil erreicht.

Für wen ist die Gesichtsästhetik geeignet?

Die Gesichtsästhetik kann bei Personen jeden Alters und Geschlechts angewendet werden; die Bedürfnisse und Methoden unterscheiden sich jedoch von Person zu Person erheblich.

  • Personen mit altersbedingten Veränderungen: Personen, die unter Falten, Hauterschlaffung, Tränensäcken und Stirnfalten leiden, weisen ein Interesse an verjüngenden Gesichtsoperationen auf.
  • Personen mit strukturellen Problemen: Patienten mit angeborenen oder später entstandenen Formfehlern in Bereichen wie Nase, Kinn, Ohren oder Augenlidern.
  • Personen mit Rekonstruktionsbedarf nach Traumata oder Krankheiten: Situationen, die nach einem Unfall, Verbrennungen oder einer Krebsbehandlung eine Wiederherstellung im Gesichtsbereich erfordern.

Ideale Kandidaten sind Personen, die sich in einem guten allgemeinen Gesundheitszustand befinden, Nichtraucher sind (oder das Rauchen vor der Operation einstellen können) und realistische Erwartungen haben. Für die richtige Entscheidung ist eine persönliche Untersuchung durch einen plastischen Chirurgen unerlässlich.

Nicht-chirurgische Methoden der Gesichtsästhetik

Nicht jeder Patient weist einen Zustand auf, der eine Operation erfordert. Bei frühen Anzeichen von Hautalterung oder leichter Erschlaffung stehen in der Gesichtsästhetik viele wirksame, nicht-invasive Methoden als Vorstufe oder Alternative zur Operation zur Verfügung.

Botox (Botulinumtoxin)

Wird zur Behandlung von mimischen Falten wie Stirnfalten, Krähenfüßen um die Augen und Zornesfalten zwischen den Augenbrauen eingesetzt. Kleine Dosen, die in die Muskeln injiziert werden, schränken deren Aktivität ein und verhindern so die Entstehung von Falten. Die Wirkung hält 4–6 Monate an.

Gesichtsfiller (Hyaluronsäure-Filler)

Wird verwendet, um Wangen, Lippen, Nasolabialfalten, Stirn und Kinnlinien Volumen und Fülle zu verleihen. Es sorgt für reversible und natürlich wirkende Ergebnisse. Die Wirkungsdauer variiert je nach Region zwischen 6 Monaten und 2 Jahren.

PRP-Therapie (Plättchenreiches Plasma)

Hierbei wird plättchenreiches Plasma, das aus dem Eigenblut des Patienten gewonnen wird, in das Gesicht injiziert. Es unterstützt die Hauterneuerung und die Kollagenproduktion. Das Risiko von Allergien und Infektionen ist extrem gering.

Chemisches Peeling

Es trägt die obere Hautschicht ab, um Pigmentflecken, Aknenarben und oberflächliche Falten zu reduzieren. Die nach einem chemischen Peeling beginnende Kollagensynthese lässt die Haut strahlender und jünger aussehen.

Hautverjüngung mit Laser

Mit der fraktionierten Lasertechnologie werden die oberflächlichen Hautschichten kontrolliert erneuert. Sie ist wirksam bei Falten, Flecken, erweiterten Poren und unregelmäßiger Hautstruktur. Verschiedene Lasertypen sind auf unterschiedliche Hautprobleme ausgerichtet; die richtige Laserwahl sollte durch den Chirurgen erfolgen.

Ultraschall- und Radiofrequenz-Anwendungen

Diese Methoden regen die Kollagenneubildung an, indem sie das Unterhautgewebe erwärmen. Während sie für moderate Erschlaffungen und Hauterschlaffung geeignet sind, ist bei fortgeschrittener Erschlaffung in der Regel ein chirurgischer Eingriff erforderlich.

Gesichtsästhetische Operationen: Wie läuft der Prozess ab?

Voroperative Bewertung

Der erste und kritischste Schritt in der Gesichtsästhetik ist die persönliche Beratung und Untersuchung durch den plastischen Chirurgen. Bei diesem Gespräch:

  • Werden die Gesichtsanatomie und die Hautstruktur detailliert untersucht.
  • Werden die Erwartungen des Patienten in einem realistischen Rahmen bewertet.
  • Kann das postoperative Ergebnis mittels einer 3D-Gesichtsanalyse simuliert werden.
  • Werden kombinierbare Operationen geplant.

Der Operationsverlauf

Gesichtsästhetische Operationen werden unter Allgemeinanästhesie in einer sterilen Krankenhausumgebung durchgeführt. Die Operationszeiten variieren je nach Methode:

  • Augenlidkorrektur: 1–2 Stunden
  • Stirnlift: 1–2 Stunden
  • Facelift (Gesichtsstraffung): 3–5 Stunden
  • Kombinierte Operationen: 4–6 Stunden

Postoperativer Genesungsprozess

  • Erste 24–48 Stunden: Überwachung im Krankenhaus; falls Drainagen vorhanden sind, werden diese entfernt. Ein Druckverband wird angelegt.
  • 1. Woche: Schwellungen und Hämatome sind deutlich sichtbar; Ruhe ist unbedingt erforderlich. Die Fäden werden in der Regel am 6. oder 7. Tag gezogen.
  • 2.–3. Woche: Eine Rückkehr in das gesellschaftliche Leben ist möglich; Make-up-Einschränkungen und Sonnenschutz sind jedoch wichtig.
  • 1.–3. Monat: Die Schwellungen gehen weitgehend zurück, das Ergebnis wird deutlicher sichtbar.
  • 6. Monat: Das endgültige Ergebnis zeigt sich, und die Narben verblassen.

Mindestens 1 Woche vor der Operation müssen Aspirin, Vitamin E und andere blutverdünnende Medikamente abgesetzt werden. Das Einstellen des Rauchens beschleunigt den Heilungsprozess erheblich.

Arzt für Ästhetische Medizin

Dr. Şafak Göktaş

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Dr. med. Şafak Göktaş, der 2004 sein Studium an der Medizinischen Fakultät der Yeditepe-Universität abschloss, hat seine Facharztausbildung im Bereich Infektionskrankheiten und klinische Mikrobiologie absolviert. Seit 2015 führt er in seiner eigenen Klinik medizinische ästhetische Behandlungen wie Botox, Filler, Mesotherapie und Hautverjüngung mit wissenschaftlichem Ansatz und fachlicher Erfahrung erfolgreich durch.

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